
Crosslinking beim Keratokonus – eine sehr effektive Behandlung gegen den Keratokonus! Eine einzige Behandlung kann für immer reichen!
Syptome des Keratokonus
Zur Augenkrankheit Keratokonus können folgende Symptome zählen:
- Fortschreitende Kurzsichtigkeit und unregelmässige Hornhautverkrümmung
- Schwankung und Abnahme der Sehschärfe der Hornhaut
- chronisch gerötete Augen
- Verschwommenes und verzerrtes Sehen
- Eine Brillenkorrektur vom Optiker hilft nicht immer wirklich
- Erhöhte Blendungserscheinungen sowie Lichtempfindlichkeiten, die zu Halos, also Lichtringe um Leuchtquellen, führen können
- Stark angespannte und übermüdete Gesichtsmuskulatur
- Kontaktlinsen verrutschen oder fallen heraus
Crosslinking zur Behandlung von Keratokonus
Aktuell gilt das Crosslinking (CXL) als einzige Methode, um das Fortschreiten der Hornhautverformung bei Keratokonus effektiv zu stoppen.
Definition Keratokonus
Die Hornhaut des Auges kann sich bei etwa einem von 2000 Personen kegelförmig ausbeulen, was als Keratokonus bezeichnet wird. Die Ursache liegt häufig in einer erblichen Schwäche des Gewebes. Durch das Ausdünnen und Verformen der Hornhaut entstehen Sehprobleme, wie verzerrtes Sehen und eine Verschlechterung der Sehschärfe sowie des Kontrastsehens.
Diese spezielle Form der Hornhautverkrümmung führt im Laufe der Zeit oft zu einer zunehmenden Kurzsichtigkeit.
Stabilität und Verlauf
In den meisten Fällen wird die stabile Variante des Keratokonus – auch Forme Fruste genannt – zufällig im Rahmen einer augenärztlichen Kontrolle entdeckt und verursacht selten Beschwerden. Die fortschreitende Form macht sich meist schon in jungen Jahren bemerkbar, wobei die Festigkeit der Hornhaut um etwa 40 Prozent abnimmt und das Sehvermögen sich mit der weiteren Vorwölbung verschlechtert.
Durch die dünner werdende Hornhaut kann es zudem zu Narbenbildung kommen, was zusätzliche Sehbeeinträchtigungen nach sich zieht.
Konservative Therapieansätze
Zu Beginn kann der Keratokonus oft durch spezielle, formstabile Kontaktlinsen oder Sklerallinsen ausgeglichen werden, sodass das Sehvermögen vollständig wiederhergestellt werden kann. Bei stärkerer Vorwölbung der Hornhaut ist dies jedoch nicht mehr möglich. Medikamente sind bislang nicht in der Lage, das Fortschreiten zu verhindern, wohingegen das Crosslinking eine effektive Option darstellt.
Crosslinking – Durchführung
Beim Crosslinking wird durch die Kombination von Riboflavin (Vitamin B2) und UV-Licht eine chemische Reaktion ausgelöst, die die Kollagenfasern der Hornhaut verstärkt. Dadurch erhält die Hornhaut mehr Festigkeit und eine weitere Verformung wird verhindert.
Das Verfahren erfolgt unter lokaler Betäubung. Zunächst wird die oberste Hornhautschicht entfernt, damit Riboflavin in tiefere Gewebeschichten eindringen kann. Danach erfolgt eine Bestrahlung der Hornhaut mit UV-Licht, wodurch die Vernetzung der Fasern angeregt wird. Der Eingriff dauert etwa 30 Minuten.
Die Behandlung findet in unserem OP-Zentrum Neuer Wall 36 statt. Nach einer Voruntersuchung mit Status-Feststellung des Keratokonus findet nach entscheidungsphase mit Ihnen diese Behandlung zur Vermeidung eines weiteres Porgesses statt.
Bitte planen Sie gerne eine Begleitperson zur Behandlung mitzubringen. Daneben sollten Sie ein paar Tage der Krankschreibung einplanen. Infos zur Situation nach Cross-Linking
Genesung nach Crosslinking
Zum Schutz wird nach dem Eingriff eine spezielle Kontaktlinse als Verband eingesetzt. Die oberste Hornhautschicht regeneriert sich innerhalb weniger Tage. Im Hornhautgewebe kann es vorübergehend zu leichten Trübungen kommen, die normalerweise nach einigen Monaten wieder verschwinden. Augentropfen gegen Schmerzen, Entzündungen und Trockenheit werden meist für etwa zwei Monate angewendet.
Genesung nach Cross-Linking
Die Arbeitsunfähigkeit (AU) nach einem Cornea Cross-Linking (CXL) beträgt
in der Regel etwa eine Woche (ca. 5 bis 7 Tage). Bei Bürotätigkeit oder geringer körperlicher Belastung ist eine Rückkehr an den Arbeitsplatz oft nach wenigen Tagen möglich, während bei körperlich anstrengender Arbeit oder hoher Bildschirmbelastung auch zwei Wochen Krankschreibung angemessen sein können.
Hier sind die wichtigsten Details zur AU und Genesung:
Erste Tage: In den ersten 2–4 Tagen nach der Operation (insbesondere beim „Epi-off“-Verfahren) treten häufig Schmerzen, ein Fremdkörpergefühl und Lichtempfindlichkeit auf, da das Hornhautepithel heilt. Eine Verbandslinse schützt das Auge in dieser Zeit.
Sehschwäche: Die Sehkraft ist in der ersten Woche(n) häufig stark eingeschränkt und schwankt.
Autofahren: Autofahren sollte erst wieder aufgenommen werden, wenn die Sicht stabil ist (meist nach 1–2 Wochen), was mit dem Augenarzt abgesprochen werden muss.
Sport/Arbeit: Auf Sport, Schwimmen (10-14 Tage) und schweres Heben sollte in den ersten 1–2 Wochen verzichtet werden.
Stabilisierung: Die vollständige Erholung der Sehkraft kann mehrere Wochen dauern, oft bis zu 6–8 Wochen, bis eine neue Sehhilfe angepasst werden kann.
Die Dauer kann je nach individuellem Heilungsverlauf und der spezifischen CXL-Methode (Epi-off vs. Epi-on) variieren.
Nachbetreuung
Nach erfolgtem Cross-Linking fürhen wir regelmäßige Kontrollen - alle 6-12 Monate Ihrer Hornhautsituation durch. Wir können hier auf die modernsten Diagnostik-Geräte zur Beurteilung der Hornhaut zurückgreifen.








