Glaukom-Sprechstunde
In unserer Glaukom-Sprechstunde betreuen wir unsere Patienten seit Jahrzehnten. Mit modernsten Kontrolldiagnostiken erkennen wir frühzeitig einen ungünstigen Verlauf und steuern ihm entgegen. Von der einfachen Tropfengabe über den Lasereingriff bis zur Glaukom-Operation reicht unser Spektrum – so reagieren wir individuell auf Ihren Befund. Unser Ziel: dass das Glaukom niemals zu einem Thema mit Folgen für Ihr Sehen wird.
Verstehen, was passiert
Beim Grünen Star (Glaukom) kommt es – meist durch einen zu hohen Augeninnendruck – zu einer Schädigung der Nervenfasern des Sehnervs und damit zu Gesichtsfeldausfällen. Der normale Augendruck beträgt etwa 9 bis 21 mmHg. Der Augeninnendruck ist jedoch nicht der einzige Faktor: Der Durchblutung des Auges kommt eine ebenso hohe Bedeutung zu. Bei niedrigem Blutdruck und schlechter Durchblutung können auch bei normalem Augendruck dieselben Gesichtsfeldschäden entstehen (sogenanntes Normaldruckglaukom).
Das Tückische: Mit Ausnahme des akuten Glaukomanfalls verursacht der Grüne Star zunächst keine Schmerzen und keine Beschwerden. Die Gesichtsfeldausfälle entstehen langsam und werden vom Gehirn lange ausgeglichen – bemerkt man sie selbst, ist der Schaden bereits eingetreten und nicht mehr rückgängig zu machen. Wird der Grüne Star zu spät oder nicht behandelt, kann er zur Erblindung führen – bei regelmäßiger augenärztlicher Versorgung in Deutschland zum Glück eine absolute Seltenheit.
Allen Formen gemeinsam ist ein Missverhältnis zwischen der Bildung des Kammerwassers und seinem Abfluss – im Regelfall nicht durch eine erhöhte Produktion, sondern durch einen gestörten Abfluss. Zu den wichtigsten Formen zählen:
Früh erkennen – rechtzeitig handeln
Weil der Grüne Star lange keine Beschwerden macht, ist die regelmäßige Vorsorge der wirksamste Schutz. Jenseits des 40. Lebensjahres steigt das Erkrankungsrisiko deutlich – die augenärztlichen Fachgesellschaften (DOG und BVA) empfehlen daher ab 40 regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen: zwischen 40 und 59 Jahren etwa alle fünf Jahre, ab 60 alle zwei bis drei Jahre – bei Risikofaktoren wie einem Glaukom in der Familie entsprechend häufiger.
Messung des Augeninnendrucks (Tonometrie) und Beurteilung des Sehnervenkopfes an der Spaltlampe: Anhand der Aushöhlung (Exkavation) der Papille lässt sich abschätzen, wie viele Nervenfasern bereits betroffen sind.
Die Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie) deckt Ausfälle auf, lange bevor sie im Alltag auffallen – und macht den Verlauf der Erkrankung über Jahre objektiv vergleichbar.
Die optische Kohärenztomographie vermisst die Nervenfaserschicht mikrometergenau. So erkennen wir Veränderungen oft früher als jede andere Methode – und steuern der Entwicklung rechtzeitig entgegen.
Unser Behandlungsspektrum
Ziel jeder Glaukom-Therapie ist es, den Augeninnendruck so weit zu senken, dass der Sehnerv keinen weiteren Schaden nimmt. Wir behandeln stufenweise und individuell – und führen täglich operative Eingriffe zur Therapie des Grünen Stars durch.
Basis der Behandlung sind drucksenkende Augentropfen, die regelmäßig und dauerhaft angewendet werden. Je nach Wirkstoff reduzieren sie die Bildung des Kammerwassers oder verbessern seinen Abfluss – heute stehen mehrere gut verträgliche Wirkstoffklassen und Kombinationen zur Verfügung, die wir individuell auf Sie abstimmen.
Schonende Lasereingriffe können den Kammerwasserabfluss verbessern – etwa die Lasertrabekuloplastik (SLT), die nach aktuellen Studien bereits als Ersttherapie eine wirksame Alternative zu Tropfen sein kann, oder die Laseriridotomie beim Engwinkelglaukom. Beides führen wir ambulant in unserer Praxis durch.
Reichen Tropfen und Laser nicht aus – oder werden die Tropfen nicht vertragen – stehen bewährte und moderne Operationsverfahren bereit: von fistulierenden Eingriffen (Trabekulektomie) über Eingriffe am Schlemmschen Kanal bis zu minimalinvasiven Stent-Verfahren. Welcher Weg passt, entscheiden wir gemeinsam anhand Ihres Befundes.
Vereinbaren Sie einen Termin zur Glaukom-Vorsorge oder -Kontrolle – oder rufen Sie uns an: 040 – 37 34 98